Befestigungsmauern in Polen

Zusaetzliche Informationen

Anmerkungen zur Geschichte
Seit Urzeiten neigten Menschen zum Schutz ihrer Ortschaften vor unerwarteter Aggresion, denn nur Geborgenheit und Sicherheit liessen ungestoertes Leben fuehren. Haeuser, Siedlungen, Staedte, Burgen und Festungen verfuegten gemaess den Zeiten ueber immer bessere Ausruestung ,was Abwehr und Verteidigung anbelangte. Die Autoren des Filmes konzentrierten sich an Schutzsystemen auf polnischen Gebieten in der Zeit vom fruehen Mittelalter bis an das XVII.Jahrhundert. Sie gingen davon aus, dass mit der Zeit alle diesen Bauten auch einer Umwandlug unterlagen. Sie waren verschiedernerlei eingezaeunt. Die ersten das waren Holzzaeune, ganz schlicht und nicht so hoch, spaeter aus Steinen um endlich eine feste Struktur aus Ziegeln zu haben und eine Mauer mit Wachtuermen zu bilden.Letztenendlich waren sie nicht so hoch und wurden in Bastionen umgestaltet. Alle die beschriebenen Abwehrbauten sind auf dem polnischen Boden zu finden. Sie wurden von Autoren als reizvolles Ziel bertachtet und verfilmt. Dann wurden einige ausgewaehlt, die fuer Touristen zugaenglich sind.
Diese ausgewaehlten Objekte sind in gutem, technischem Zustand, was eine konkrete Bestimmung der Abwehr und Verteidigung in der reinsten Form darstellen laesst. Man hat sich auch Muehe gegeben, dass die moderne Infrastruktur nicht die Originalvorlage stoert. Um besser die Ursachen der Umwandlungen im Abwehrbauwesen zu illustrieren, wurden im Film Grundlagen ueber die Entwicklung der Waffe der damaligen Zeiten angegeben.

1. Zaeune und Schutzpfahlwerk
Wir empfehlen ein reines Objekt , umgeben vom Reisiggeflecht, genannt „befestigte preussische Siedlung Amalang”, rekonstruiert anhand der archeologischen Erfindungen und Recherchen im Museum fuer Volksbauwesen – Etnografischer Park in Olsztynek ( www.muzeumolsztynek.com.pl ). Man kann die Staette besichtigen und die Atmosphaere des abgelegenen Winkels geniessen. Der nahgelegene Huegel bietet eine unvergessliche Aussicht , die dem Besichtiger eine gewisse Ahnung ueber die Vorausetzungen der Wehranlagen gibt. ( Fot. 01, 02,) . Besichtigungszeit ca. 2 St.
Das Schutzpfahlwerk kann man in Pruszcz Gdański sehen („ Faktoria Rzymska”) . Man kann sich vorstellen, wie solche Objekte in der Vegangenheit aussahen. Aber dort waren einige nicht passende Akzente an die damalige Architektur der Abwehr und Vertedigung nicht zu vemeiden. (Fot.03, 04,) (www.faktoria.pruszcz.pl)
Fot.01 Olsztynek osada Fot.02 Olsztynek ogrodzenie

Das Schutzpfahlwerk kann man in Pruszcz Gdański sehen („ Faktoria Rzymska”) . Man kann sich vorstellen, wie solche Objekte in der Vegangenheit aussahen. Aber dort waren einige nicht passende Akzente an die damalige Architektur der Abwehr und Vertedigung nicht zu vemeiden. (Fot.03, 04,) (www.faktoria-pruszcz.pl)
Fot.03 Pruszcz Gd faktoria Fot.04 Pruszcz Gd faktoria

2 2. Wehrmauern, Basteien und Bollwerke der Staedte und mittelalterlichen Burgen.
Unter vielen in Polen zugaenglichen Objekten dieser Art haben die Autoren auf folgende aufemerksam gemacht.

Burg in Bolków (Dolnośląskie-Woiwodschaft - Niederschlesien). Die Burg ist eine gut erhaltene Ruine mit einem frei stehendem Turm der endgueltigen Verteidigung aus dem XIII.Jh. Man kann auf den Turn hinaufsteigen. Sehenswert sind auch Bollwerke und das Wehreingangstor, das vom Seitenwehrmauer geschuetzt wird. Besichtigungszeit ca.2St. ( Fot: 05, 06, 07) .
Fot.05 Bolków bramaa Fot.06 Bolków wieża Fot.07 Bolków basteja
( Burgbesichtigung : www.zamek-bolkow.info.pl, Unterkunft und Info : www.bolkow.pl oder 30 km entferne Stadt -Jelenia Góra )

Burg in Bytów ( Pomorskie Woiwodschaft- Pommern ) - der Spaziergang um die Burg herum laesst eins des hochsten und sehr gut erhaltenen Mauerwerkes in Polen sehen. Indem man durch Schiessscharten hinausschaut, kann man die Schussweite im toten Winkel am Fusse der Mauer voraussehen. Besichtigungszeit ca.1 St. (Fot: 08, 09,)
Fot.08 Bytów mury Fot.09 Bytów strzelnice
( Burgbesichtigung: www.zamekbytowski.pl, Unterkunft: www.hotelwzamku.pl )

Richtlinien fuer Abwehranlagen in Frombork ( Woiwodschaft Warmińsko- Mazowieckie, Warmland – Masowien). Sehr interessant ist hier ein Doppelwehrgang, der rekonstruiert wurde. Die Schiessplaetze konnten unten und oben lokalisiert werden was die reale Verteidigung beguenstigte. Es gibt dort auch gut sichtbare Zinnen mit ausgeschlagenen Schiessoeffnungen, geschlossene und offene Basteien auf dem Rechteckplan. Das Gatter, das ein Tor vor dem Aussbrechen schuetzt, ist auch gut sichtbar . Wenn man sich die Mauern von allen Seiten ansieht, ist es moeglich sich vorzustellen, was damals Angreifer und Verteidiger fuehlten. Nicht an allen Stellen wurden Wehrgaenge rekonstruiert, aber man kann gleichmaessig eingesetzte Einschnitte bemerken. Das zeugt davon, dass darin Holzbalken hineingesteckt wurden, die als Traeger fuer Wehrgangboden dienten. Mit eigenen Augen kann man pruefen,was Bogenschuetzen und Armbrustschuetzen durch die Scharten sahen. Besichtigungszeit ca.2 St. (Fot. 10, 11,12)
Fot.10 Frombork mury Fot.11 Frombork brama z broną Fot.12 Frombork chodniki obronne
(Besichtigung : www.frombork.art.pl, Unterkunft: www.frombork.pl ).

Burg in Grodziec ( Dolnoślaskie - Woiwodschaft – Niederschlesien). Das ist eine mittelalterliche Burg von sehr interessanter Verteidigungsbaukunst. Es sind viele gut erhaltene Konstruktionselemente zu sehen . Das sind: Mauern mit Zinnen, ausgeschlagene Schiessplaetze, Holzgaenge mit Wehrplatten, Holzerker und Maschikulis. In gutem Zustand sind auch gemauerte Bollwerke oder Erdbollwerke. Der Zugang ist in bestimmter Zeit frei. Besichtigungszeit ca. 3 St. samt Basteibesteigung.Gern gesehen ist gute Kondition, weil es viele Treppen hinaufzusteigen sind. (Fot: 13, 14, 15,16).
Fot.13 Grodziec brama Fot.14 Grodziec mury Fot.15 Grodziec basteja Fot.16 Grodziec chodnik kryty
( Besichtigung und Unterkunft: www.grodziec.com)

Burg in Malbork ( Pomorskie- Woiwodschaft- Pommern) Obwohl diese Burg ein sehr populaeres Beispiel fuer mittelalterlichere Wehrbaukunst ist- (Hauptsitz des Deutschen Ritterordens), kann man, nachdem man den Film gesehen hat, einige typische fuer damalige Zeiten Konstruktionen finden und sie sich von der Naehe ansehen. Das sind: gemauerte und hoelzerne Gaenge mit Wehrplatten, in Mauern geschlagene Schiessscharten, Eingangstore geschuetzt durch Erker und Maschikulis, Gitter vor Burgtoren, offene und geschlossene Wehrtuerme. Individuell kann man das Objekt von aussen in bestimmten Stunden besichtigen, ( ohne Innenraeume) ca. 3 St. (Fot: 17, 18, 19, 20 ).
Fot.17 Malbork mury Fot.18 Malbork brama Fot.19 Malbork chodnik obronny Fot.20 Malbork hurdycje
(Besichtigung : www.zamek.malbork.pl, Unterkunft: www.nocowanie.pl/noclegi/malbork).

Stadtmauer in Ośno ( Lubuskie Woiwodschaft- Lebus ) und in Pyrzyce ( Zachodniopomorskie Woiwodschaft- Westpommern) nicht weit voneinaner entfernte Staedte mit gut erhaltenen Wehrmauern. Man kann sowohl offene als auch geschlossene Mauertuerme sehen, leider ohne Wehrgaenge und Podeste. In Mauern sieht man die Stellen, wo sie angefestigt wurden. Allgemein zugaengliche Architektur. Besichtigungszeit 2 St. in jeder Stadt.
(Ośno: Besichtigung www.osno.pl Menuereiter- „Turystyka- mury obronne”, Unterkunft – Menuereiter „Baza turystyczna” ( Fot: 21, 22, 23).
Fot.21 Ośno mury Fot.22 Ośno baszta Fot.23 Ośno baszta otwarta
(Pyrzyce : Besichtigung www.pyrzyce.pl Menuereite -” Warto zobaczyć”, Unterkunft -Menuereiter „Baza Noclegowa”) (Fot: 24, 25, 26).
Fot.24 Pyrzyce mury Fot.25 Pyrzyce mury Fot.26 Pyrzyce baszta

Burg in Międzyrzecz (Lubuskie Woiwodschaft -Lebus) – Mittelalterliche Burg mit zugebauten Bollwerken fuer Artillerie. Schiessplaetze fuer Schuetzen der Infanterie auf der oberen Stufe des Bollwerkes. Noch ein tiefer Burggraben mit gut rekonstruierter Einfahrtsbruecke. Besichtigungszeit ca.3St. ( Fot: 27, 28, 29).
Fot.27 Międzyrzecz wejscie Fot.28 Międzyrzecz mury Fot.29 Międzyrzecz basteja
(Besichtigung und Unterkunft: www.miedzyrzecz.pl (Menuereiter: „Historia miasta”), Unterkunft: www.booking.com/Miedzyrzecz-Hotele, www.muzmcz.webd.pl

Reste der Wehrmauern der heute nicht mehr existierenden Burg in Rawa Mazowiecka (Łódzkie Woiwodschaft – Łódź) - Rekonstruktion der Mauerfragmente der mittelalterlichen Burg und der Bastei. Ein Wehrgang mit der Wehrplatte auf ziemlich hohen Wehrmauern mit grossen Schiessoeffnungen. Die Schussweite im toten Winkel kann man selbst beurteilen. Besichtigunszeit ca.3 St. ( Fot: 30, 31, 32).
Fot.30 Rawa Maz. frag. zamku Fot.31 Rawa Maz. mury Fot.32 Rawa Maz. chodnik obronny
(Besichtigung : www.zamkipolskie.com/rawa/rawa.html, www.zamkipolskie.com/index.html).

Stadtmauern in Szydłów (Świętokrzyskie Woiwodschaft - Heiligkreuz) . Restaurierte mittelalterliche Stadtmauer mit Zinnen ,Wehrgang, Basteien und Burgtoren, die sich auf einer Huegel befinden und ihre Laenge ist beeindrueckend. Von Schiessscharten in Zinnen ist es moeglich den toten Winkel zu beobachten. Von Aussen fuer jeden um jede Zeit zugaenglich. Der Eintritt auf die Wehrgaenge kostenpflichtig. Die Mauern umgeben ein reizvolles, malerisch gelegenes Staedtchen. Besichtigungszeit ca.3 St. (Fot: 33,34,35).
Fot.33 Szydłów mury Fot.34 Szydłów blanki Fot.35 Szydłów chodnik obronny
Besichtigung : www.polskieszlaki.pl/zamek-w-szydlowie.htm

Burg in Wiśnicz (województwo małopolskie) (Małopolskie Woiwodschaft- Kleinpolen) Fruehbarocke Burg im Dorf Stary Wiśnicz, mit vier Ecktuermen, umgeben von Bollwerken aus XVII. Jh. Gut erhaltene, einzigartige im ganzen Land Bollwerke. Man kann sich diese Fortifikation ansehen, ohne die Burg zu besichtigen. Besichtigungszeit ca. 2 St. (Fot: 36, 37, 38).
Fot.36 Wisnicz brama Fot.37 Wisnicz bastion Fot.38 Wisnicz bastion
( Besichtigung , Informationen : www.zamekwisnicz.pl, Unterkunft : siehe: Nowy Wiśnicz.).

Festung bei der Wisłamuendung in Gdańsk -Nowy Port ( Pomorskie Woiwodschaft- Pommern) . Abwehrsystem der Bollweke aus dem XVII. Jh. Man sieht das aus dem Erdboden oder von oben vom Turm waehrend der Oeffnugszeiten des Museums. Eine interessante Aussicht vom zentral stehenden Turm ( frueher Leuchtturm) . In Sichtweite die Linie der Bollwerke , der Hafen an der Stillen Wisła und die Gdańska Bucht. Besichtigungszeit ca.3 St. ( Fot: 39, 40, 41) .(Besichtigung :www.mhmg.gda.pl)
Fot.39 Wisłoujście brama Fot.40 Wisłoujście bastion Fot.41 Wisłoujście panorama



Praktische Tipps
Die oben erwaehnten Objekte kann man besichtigen ohne viel Geld und Zeit zu verschwenden. Es lohnt sich einen Plan zu machen, indem man entsprechend einen Tripsausgangspunkt macht. Aus unserer Erfahrung raten wir folgende „ Mini Trips”:


1. Nord - Ost Trip: Gdańsk – Frombork – Olsztyn- Malbork – Olsztynek (zwei Tage)
Waehrend des Aufenthaltes in Gdańsk, nach der frueheren Ueberpruefung der Zugaenglichkeit besuchen wir die Festung bei der Wisłamuendung. Manchmal kann der Eintritt verboten werden ( nicht jede Jahreszeit, geschlossene Veranstaltung, Bauarbeiten). Falls der Innenraum nicht zu sehen ist, lohnt es sich mit dem Auto, Bus oder im Sommer mit Wasserfahrzeug an die Westerplatte zu kommen und einen schoenen Spaziergang zu machen. Die Festung ist von der Einfahrtstor zu sehen . Die Vorderseite der Bollwerke ist auch gut sichtbar. Nach der Fahrt im Tunnel unter der Stillen Wisła an ihr linkes Ufer erstreckt sich von dem allgemein zugaenglichen Kuestenhafengebiet das Panorama auf die Festung.
Wenn es gelingt auf den Turm hinaufzusteigen, kann man viereckige Fortifikation der Bollwerke sehen . An demselben Tag empfehlen wir noch eine Reise nach Frombork,wo wir ohne Probleme den wehrhaften Hof der sakralen Gebaeuden betreten koennen. Die Touristen , denen daran nicht liegt, sich an die Museenexponate anzuschauen , haben noch Zeit fuer die Besichtigung des westlichen Teils der Wehrmauern. Wehrgaenge auf zwei Ebenen lassen beobachten, was Wehrtruppen durch die Schiessscharte sahen ,wenn sich die Angreiffer naeherten und die Verteidigung noetig war.
Waehrend des Spaziergangs die Mauern entlang, gleich vor der ganzen Festung ist man von diesen Mauern und Basteien beeindruckt.Von der Seite des westlichen Tores, hoch sehend, sieht man das Fallgatter. Man kann sich vorstellen, in welcher Situation die Angreifer waren.
Der Tag geht zu Ende. Entweder kann man eine Unterkunft in Hotels in der Naehe finden oder nach Olsztyn auf gewundenen Landstrassen fahren. Am naechsten Tag wird ein kurzer Bummel in der Altstadt in Olsztyn empfohlen.Hoelzerne Erker halfen bei der Verteidigung der Suedmauer vor dem Burg , in der das Ehrenkollegium des Ermlands seinen Sitz hatte. Gleich danach soll man sich weiter auf den Weg nach Olsztynek machen, wo sich ein Freilichtmuseum befindet und eine preussische Siedlung . Dann weiter ueber Dzierzgoń kommt man in Malbork an. Jemand, der sich fuer Gehemnisse der Fortifikation interessiert, muss auf die Besichtigung der Innenraeume verzichten und durch das Haupttor (Erker und Fallgatter) von der sued-westlichen Seite an den Rand der Mauer gelangen. Dort befindet sich eins der interessanten Tore, das durch Erker geschuetzt wird.
Nachdem man die Burg verlassen hat, kann man einen Rundgang den Fluss Nogat entlang gehen, um solche Erker zu sehen, die frueher als Toiletten dienten. Zurueck in die Stadt geht man Parkowastrasse entlang,wo man nicht so bekannter Teil der Mauern sehen kann, sie sind zwar zerstoert, aber es lohnt sich einen Blick auf die Mauern und Wehrtuerme zu werfen.


2. Nord -West Trip: Bytów-Ośno- Pyrzyce- Międzyrzecz (zwei bis drei Tage)
Wenn wir unseren Ausflug mit der Burg in Bytów beginnen, mit dem Ziel der Erkundung der wichtigsten Elemente der Architektur der Wehr- und Verteidigungskunst, so ist es gut zuerst den westlichen Teil der Wehrmauern zu sehen. Direkt an den Mauern spuert man das monumentale Ausmass dises Bauwerkes. Die Aussicht ist unvergesslich,und wie in einem Film sehen wir die Ritter ,wie sie bereit sind die Burg einzunehmen.Indem man auf die Mauern hinaufsteigt und durch die Schiessscharten aussieht, kann man sich in die Situation der Verteidiger einfuehlen.
Den Rest des Tages widmen wir fuer die Fahrt nach Gorzów Wielkopolski. Nach der dort verbrachten Nacht, setzen wir unsere Reise fort und besichtigen zwei Staedtchen mit gut erhaltenen Wehrmauern (Pyrzyce und Ośno) und eine kleine Burg in Międzyrzecz. Der Spaziergang die Steinmauern mit offenen Basteien entlang gibt ein interessantes Bild der gut geschuetzten mittelalterlichen Stadt. Die Wehrgaenge, die die Abwehr der Angriffe ermoeglichten, und Daecher auf offenen Basteien sind nicht erhalten. Man kann aber vermuten, wie das konstruiert wurde – naemlich nach Loechern in denen die Balken und Kragsteine befestigt wurden, auf denen Holzpodeste lagen.
Ganz anderen Charakter hat die Burg in Miedzyrzecz, wo zwei Barbakane dominieren, das erfolgt aus der nicht typischen Position der Artillerie naemlich auf dem Erdboden. Sehenswert ist diese Konzeption von der Aussenseite des Burggrabens und das Vorfeld aus den beiden Basteien.


3. Sueden - West Trip: Szydłów – Wiśnicz (ein Tag)
Fahren wir vom Westen nach Szydłów, dann erblicken wir ein schoenes Panorama einer Wehranlage, in den Mauern sind Basteien eingebaut und die Mauern sind mit Zinnen bekroent. Die Zinnen haben keine Schiessscharten, die sind erst spaeter erschienen. Alle mit guter Vorstellungskraft, wissen sich zu denken, wie der Kampf und Abwehr aussah.

An demselben Tag kommen wir zur Burg in Wiśnicz an. Hier haben wir die Moeglichkeit eine einzigartige in unserem Land Bollwerkanlage zu sehen. Unser Film zeigt ,warum solche Bollwerke gebaut wurden. Um naeher das zu erkunden , machen sie einen Spaziergang.


4. Sueden – Westen Trip: Grodziec – Bolków (ein Tag) Wollen Sie zwei ausgesuchte Objekte der mittelalterlichen Wehrbaukunst sehen, so koennen Sie sie im Dorf Grodziec oder im Staedtchen Bolków finden. Ausflugsbasis machen Sie am besten in Jelenia Góra. In Bolków gibt es einen Turm der entgueltigen Abwehr, den man besteigen kann. Alles wurde auch im Film erklaert. Die Bedingungen des Kampfes waren aeusserst schwer, besonders im Falle wenn die Krieger auf Hilfe warteten. Gut erhaltene Bollwerke , Artilleriestellen und musterhaft platziertes Tor beeintraechtigten erfolgreichen Ueberfall. Das zweite interessante Objekt ist die Burg in Grodziec. Sehenwert ist die Burg von der Seite des Burghofes, der Mauern, Basteien und von aussen. Ein bisschen anstrengend kann die Besteigung der Treppen sein, aber die Aussicht der Basteien mit Maschikulis (Gusslochreihen) belohnt alle Schwierigkeiten. Der Spaziergang um die Mauern herum gibt die Moeglichkeit sich mit allen Wehranlagen bekannt zu machen .


5. Rawa Mazowiecka (einige Stunden)
In Rawa Mazowiecka sind nur Elemente der Mauern zu finden. Es gibt dort entweder Burg noch ganze Mauern, aber das ,was geblieben ist, gibt auch was zu denken- naemlich zeigt die damaligen Konstruktios-und Bauloesungen . Dank dem Querschnitt sieht man, wie die Mauer am Boden und an der Bekroenung gebaut wurden und wie dick die Konstruktion war. Dadurch, dass die Mauern hoch waren ,wurden darin grosse Schiessscharten ausgeschlagen. Das gab die Moeglichkeit der besseren Beobachtung der Situation und bessere Verteidigungsmoeglichkeiten.


Die wichtigsten Begriffe - Erklaerung

Barbakane (Rondell) – Wehrbau, mindestens einige Dutzend Meter vor dem Einfahrtstor,das in das von Mauern geschuetzte Gebiet fuehrt. Die Aufgabe war die Verstaerkung der Verteidigung der Flankenschuetzen. Die Barbakane hatte mehrere Schiessstellen mit Maschikulis . Ein gutes Beispiel dafuer ist die Barbakane in Kraków.

Fallgatter(Fallgitter) – oft aus Holz und eisenbeschlagen, heruntergelassen in Gleitschienen des Tores. Im Falle einer Bedrohung ging es schnell herunter..

Erker - hoelzerne Konstruktion an den Mauern. Im Falle einer unerwarteten Bedrohung wurde sie schnell angebaut. Die unteren Oeffnungen liessen die Angreifer , die an den Mauern waren, schnell mit Steinen schlagen,und Pech oder heissem Wasser begiessen. Es gab auch einen Nachteil, die Erker konnten von den brennenden Pfeilen in Flammen stehen.

Maschikulis - bessere Form der Erker - aus Ziegeln oder Steinen ausgerichtet. Viel teurer aber nicht brennbar.

Zinnen – Abschliessende Verzierung der Mauern mit Zinnen, die etwa 2 m hoch waren. Hinter den Zinnen konnte man sich verstecken und durch Zinnenluecken schiessen.

Bastei – Wehrbauwerk, das vor die Mauer rueckte, was eine bessere Moeglichkeit schaffte von Flanken zu beschiessen .Man beschoss aus einigen Etagen durch schmale Schiessoeffnungen . Die geschlossene Bastei war von allen Seiten mit Mauern umgeben,was fuer eine zusaetzliche Verteidigung wichtig war. Eine viel billigere Loesung war die offene Bastei ohne Hinterwand . Nachdem die Feuerwaffe gaengig gewesen war, sicherte die offene Bastei bessere Lueftung vom Schiesspulver.

Bastion – Wehrbauwerk, hat Basteien verdraengt , in der Zeit als die Artillerie mit der Pulverwaffe an die Bedeutung gewann. Sie sahen wie abgeschnittene, mit Sand ausgefuellte Basteien aus.

Bollwerk – dieses System verbreitete sich im XVII.Jh. Der geometrische Umriss ermoeglichte den Beschuss, indem man den toten Winkel in der Verteidigungslinie ausschloss. In Polen wurden solche Fortfikationen nicht selten auf den Gebieten der groesseren Bedrohung gebaut.

 
 

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