Żuławska Schleife
( Schleife auf dem Marschland der Weichsel)

Zusaetzliche Informationen


Ueber den Film
Im Film werden die interessantesten, technischen Objekte auf der Schifffahrtsroute, genannt „Żuławska Schleife”gezeigt. Ihre gesamte Laenge betraegt circa 140 km und das Delta des Flusses Wisła bildet die Grenze dieses einzigartigen Gebietes. Die Schleife besteht aus solchen Fluessen wie: Nogat, Szkarpawa und einem Abschnitt der Wisła zwischen zwei Schleusen „Gdańska Głowa” und „Biała Góra”. Die Żuławska Schleife ist ein herkoemliches Wassersystem, das eine Rundtour mit vielen touristischen Sehenswuerdigkeiten ermoeglicht.
Dadurch, das dieses System noch heute funktioniert kann man die Schoenheit der Landschaft, die Spuren der alten Kultur und der sich entwickelnen Technik richtig einschaetzen. Es gibt Abhandlungen und Dokumente, die diese Gebiete beschreiben aber in manchen Punkten sind sie jedoch nicht schleussig. Mit diesem Bewusstsein haben die Autoren versucht eine neue Sicht in Anlehnung an die erste Definition vorzustellen, wo die Verbindungen der Wasserlaeufe tatsaechlich eine Schleife bilden.
Der Film soll einen Ansporn zur Erkundung vieler, technischen Loesungen geben, die die Gueterschifffahrt und Passagierschifffahrt auf dieser Strecke ermoeglichen. Vor allem wurde es betont, wie der jahrhundertealte Kampf gegen Wasserueberschuss aussah , was natuerlich den Ackerbau erschwerte und das Leben mit Hab und Gut bedrohte. Zahlreiche Tafeln, Animationen, Landkarten erklaeren die Wirkungsweise der Polder, Schleusen, Wehre, Fluttore, Zugbruecken, Drehbruecken und anderen interessanten technischen Systeme. Behilflich ist der Lokalisierungsplan der im Film gezeigten Objekte und kleine Fotobilder. Die Koordinaten GPS machen es leicht die Objekte auf dem Gelaende zu finden.

Geschichte
Der Muendungsabschnitt des Flusses Wisła hatte in Urzeiten die Form eines Deltas. Der Andrang von Meereswasser und Nordwind dazu noch starke Niederschlaege hatten einige zehnkilometerlange Flusswasserstaus und Ueberflutungen zur Folge. Das deformierte den Boden und es gestaltete sich eine neue Flaeche mit neuen Wasserlaeufen. Ein belegtes Beispiel dafuer ist die Entstehung des Flussarmes
„Wisła Śmiała” nach der starken Ueberflutung im Jahre 1840. Heute ist es schwer sich vorzustellen, dass im Mittelalter der Fluss Nogat eine Hauptstroemung war, die das Wasser der Wisła ins Meer fuehrte, und die heutige Wisła zwischen dem Ort „Biała Góra” und der Schleuse „Gdańska Głowa” war Leniwka genannt, weil sie sehr langsam fliess. Das behinderte sowohl Holz-und Getreidefloesserei als auch andere Gueter nach Gdańsk, was zu Auseinandersetzungen zwischen Elbląg und Malbork fuehrte.
Ea wurden viele Proben zwischen dem XIV und XIX Jh. unternommen , um diese Situation zu veraendern und den Transport zu beleben, aber alle Bemuehungen brachten keine Erfolge.Der Grund bestand in geringen technischen Moeglichkeiten und in der Energie des abfliessenden Wassers. Es war sehr schwer die normale Stroemung zu behalten. Es wurde versucht, das mit Hilfe von hoelzernem Leitwek, durch Pfaehlung oder errichtete Schleusen zu machen. Alle Versuche scheiterten,weil Eisschollen und heftige Niederschlaege zu grossen Anstaungen fuehrten , und infolgedessen auf dem Gelaende der „Żuławy Wiślane”, in Gdańsk und in Malbork zu Ueberflutungen kam.
Dies hatte zur Folge grosse Verluste, die Menschen, ihr Hab und Gut und ganze Infrastruktur betraf. Die von Ueberflutungen verwuestete Flaechen verursachten die Entvoelkerung und der Ackerbau kam zum Erliegen. Um die Wende des XIX und XX Jhs. unternahm man solche Massnahmen, wodurch zur Ueberflutungen nicht so oft kam. Die Idee war es, den kuerzesten Weg in die Ostsee fuer die Wisławasser zu finden.
Die Bemuehungen, die besprochen werden :
- Die Errichtung des Kanals von einigen Kilometern, genannt „Wisła Przekop”, von der alten Vergabelung der Nieder-Wisła in den Flussarm Szkarpawa bis an die Kueste.
- Behinderung der Wasserausbreitung und des Eisschollenschmelzens durch Sperren von Wasser des Flusses Nogat ( Wehr und das mit Fluttoren geschuetzte Schleuse in Biała Góra), des Flusses Szkarpawa ( Schleuse und Fluttore „ Gdańska Głowa”) und dessen, was nach der Gdańska Wisła nach dem Einschnitt geblieben ist – „Stille Wisła” ( Schleuse und Fluttore in Przegalina).
Die beschriebenen hydrotechnischen Einrichtungen haben mehrere Ueberflutungsprobleme geloest. Das geradegemachte Flussbett beguenstigte die Anhaeufung von Sand, Steinen und abgestorbenen Pflanzen im Gewaesser an der Kueste.
Auf diese Weise sind Watten entstanden (auch kleine Inseln) , die erschweren, den Flusswaessern frei in die See einzustroemen, was die Anstaungen auf ziemlich grosser Flaeche verursachte. Dieses Problem ,zwar nicht in so grossem Ausmass ist noch heute zu beobachten.
Die Errichtung von Ueberschwemmungsschutzeinrichtungen grenzten praktisch den Fluss Nogat und Szkarpawa von Speisung mit Waessern der Wisła ab. Beide Fluesse werden im geringen Mass natuerlich gespeist. Der Fluss Nogat wird vom Wehrwasser in „Biała Góra” mit dem Wasser der Hauptstroemung-Wisła, des Flusses „Liwa” und dem Netz der Melioratiospumpen gespeist. Die Schifffahrtstiefe im Fluss „Nogat” ist durch die im Film gezeigten Schwellen stabil. Der Fluss „Szkarpawa” , der paralell zur Seekueste fliesst wird von kleinen Wasserlaeufen und Wasser vom Poldersystem gespeist. Zeitweise ist mehr Wasser in diesen Fluessen zu bemerken, das erfolgt durch Rueckstau vom „ Zalew Wiślany”- Wasser (Frisches Haff - Wasser ).
Heute hat dieses Gebiet ganz anderen Charakter als in der Vergangenheit. Der Ackerbau zieht zugunsten der Touristik zurueck. An der Popularitaet gewinnt jedoch Passagierschifffahrt, als Konsequenz der sich rasch entwickelnden technischen und sozialen Infrastruktur.

Interessante Einzelheiten
Das sind Informationen, die Touristen am meisten interessieren. Die Nummer der Objekte In Klammern [x] entsprechen der Nummerierung auf der Landkarte, die sich im Filmbox befindet. GPS Koordinaten und kleine Fotobilder lassen alles im Gelaende identifizieren.
[1] Wasserknoten „Biała Góra” - das sind zwei Wasserschwellen und jede davon besteht aus der Schleuse und dem Wehr. Das Hauptbauwerk -naemlich die Wasserschwelle”Biała Góra”wurde um die Wende des XIX und XX Jhs. errichtet. Sie ist aehnlich dem gemauerten Deich in dem ein Wehr eingebaut ist. Sie reguliert die Wasserstroemung der Fluesse Nogat und Wisła. Die Konstruktion ergaenzt doppelfluegeliges Tor in der Nachbarschaft der Kammerschleuse.Gleich daneben befindet sich die zweite Wasserschwelle „ Wielki Upust” (Grosser Ablass) von kleiner Anstaung und eine einfache Schleuse, wo anstatt des Tores Seitenschieber angewendet wurden. Vor Hochwasser schuetzen Flutschieber mit dem senkrechten Antrieb. Zufahrt mit der Asphaltstrasse Nr. 603 von Sztum (10 km) oder mit der Strasse nr 22 ueber Miłoradz oder Pogorzała Wieś.
[2] Wasserschwelle „Szonowo”. Eine malerische Schleuse und ein Wehr mit einem kleinen Wasserkraftwerk - gegenwaertig gebaut. Zufahrt nur von der Westseite. Von der Strasse Nr. 22 weiter die Asphaltstrasse ueber Grobelno bis Kraśniewo ( circa 6 km) und von hier aus auf Betonplatten hinter dem Flussdeich kann man nach etwa 1,5 km auf dieses Gelaende auffahren. Nach der Absprache mit dem Schleusewaechter ist es moeglich das Objekt zu besichtigen. Von der Ostseite kann man auch einen Waldweg oder Wiesenweg nehmen ( mit dem Auto nicht empfehlenswert) und zum Wehr Szonowo gelangen, aber der Zutritt ist nicht moeglich - die Stahlpforte sperrt das ab.
[3] Wasserschwelle „Rakowiec”. Aus Malbork nach Elbląg auf der Strasse Nr 22 fahrend, im Abstand von etw. 1,5 km von der Bahnbruecke, kann man an Leier - Werken in eine Asphaltstrasse abbiegen und 250 m in Richung Elektrogrosshandlung fahren, neben der sich ein Eingang zur Wasserschwelle Rakowiec befindet. Hier kann man das Auto stehen lassen und am schoenen Gebaeude des Kraftwerkes ans Wehr kommen. Dieses Wasserkraftwerk ist eins der aeltesten auf dem Fluss Nogat, gebaut Anfang des XX Jhs.
[4] Wasserschwelle „Michałowo”. Die vierte und die letzte Wasserschwelle auf dem Fluss Nogat. Die Schleuse und das Wehr wurden Anfang des XX Jhs. gebaut, aber das Kraftwerk – gegenwaertig. Ausfahrt von der Strasse Nr .22 im Ort „Nowy Dwór Elbląski” beim Schild „Kopanka 4”. Dann auf der alten Asphaltstrasse ueber das Dorf „Nogat” zum Dorf „Kopanka 2” (etw. 3,5 km von der Hauptstrasse). Weiter auf dem Wiesenweg und Betonplatten bis zur Ueberfahrt ueber den Flutdeich. Noch etw. 500 m bis zu einer Wiese, wo man parken kann.Der Zutritt frei.
[5] Fluttor im Ort „Bielnik”. Heute ausser Betrieb, aber restauriert und unter der Strassenbruecke installiert. Noerdlich von der Strasse Nr. 7 abbiegen ( Schild nach Marzęcino), nach 2,5 km links und nach 700 m rechts bis zum Schnittpunkt mit dem Jagielloński-Kanal. Halteplatz an der Bruecke.

[6] Zugbruecke im Ort Sztutowo. Das ist eine Bruecke mit dem Brueckenfeld, das durch ein Mechanismus im Pfeiler hochgehoben wird. Das ist eine sehenswerte Konstruktion, in einer schoenen Gegend, gleich neben der Strasse Nr. 501, die nach Krynica Morska fuehrt. Ein bequemer Parkplatz - nach der Ausfahrt von der Strasse ans Flussufer - „Wisła Królewiecka” ( Flussarm der Szkarpawa). Im Saison kann man sehen ,wie die Jachten hinausfahren, dann kann man beobachten, wie die Bruecke funktioniert.
[7] Rybina. Ein Dorf an der Szkarpawa. Durch dieses Dorf geht die Strasse Nr 502 und ueber zwei nicht weit voneinander liegende Zugbruecken, deren Konstruktion der Bruecke in Sztutowo aehnlich ist. Die Suedbruecke - ueber die „Szkarpawa” , wo Hauptfahrwasser ist , hat die Farbe gelb – erkennbar fuer die Navigation. Die naechste Bruecke – Suedbruecke ist blau und geht ueber dem Fluss „Wisła Królewiecka”. Im Saison werden beide Bruechen oft hochgehoben – plangemaess. Zwischen den Bruecken gibt es einen Durchgang zu einer Gruenanlage hinter dem Gemeindeamt. Von dort ist die „Szkarpawa” - ihre Westseite zu sehen , dann etw.300 m weiter sieht man die Drehbruecke und Anlegestelle fuer Jachten. Im Saison verkehrt Kleinbahn. Mehr nach Sueden sieht man das Gebaeude des groessten Polderpumpwerks. Vor dem Ort Rybina , von der suedlichen Seite , hinter einer Gaststaette vor der gelben Bruecke soll man links abbiegen um auf diesen Polderpumpenwerk (nach 250m) und auf die Zugbruecke (nach 150m) zu kommen. Die Mutigen koennen auf die Bruecke klettern, indem sie die Stahlleiter benutzen . Eine zusaetzliche Attraktion kann die Besichtigung des Polderpumpwerks sein – nach einem Anruf.
[8] Drewnica. Ein Dorf an der Szkarpawa an der Strasse von Kiezmark (Ausfahrt von der Strasse Nr. 7 an der Bruecke) nach Mikoszewo, die nach Norden am linken Wisłaufer entlang fuehrt. Dort ist eine gegenwaertig gebaute Zugbruecke mit zwei Anlegestegen fuer Segler. Von der Suedseite des Dorfes kommt man auf eine Bockwindmuehle aus dem XVII Jh. zu. Das ist ein Relikt der Vergangenheit, das heute selten vorkommt. Diese Muehle wurde um die senkrechte Achse herumgedreht.
[9] Schleuse „Gdańska Głowa”. An dieser Stelle bis der Einschnitt der Wisła errichtet wurde- Ende des XIX Jhs. gabelte sich die „Wisła” (Leniwka) in „Wisła Elbląska” (Szkarpawa) und „Wisła Gdańska” ( heute Stille oder Tote Wisła). Bis zum Ende des XVII Jhs. war hier eine schwedische Festung. Sie wurde aufgeloest und der neu gebaute Kanal „Wisła Przekop” hat die „Wisła Gdańska” abgegrentzt. Ein Kilometer vom Ort „Drewnica”- Ausfahrt von der Strasse Nr7 Richtung Nord - kann man eine Schleuse finden. Es ist ratsam auf dem Randstreifen anzuhalten. Zutritt frei. In der Saison ist es moeglich die Schleusung der kleinen Wasserfahrzeuge zu beobachten.
[9a] Schleuse „Przegalina”. Gebaut glechzeitig mit der „Wisła Przekop” liess die Schiffe von der Hauptstroemung in die Stille Wisła direkt nach Gdańsk fahren. Noch am Ende des XX Jhs. waren zwei Schleusen in Betrieb, die suedliche war fuers Holzfloessen. Sie wurde in die Hauptschleuse umgebaut und die noerdliche ist Hafenbecken fuer Schiffe der Wasseraufsicht geworden. Die oestlichen Tore der Schleuse (hohe und tiefe) sind von den Aussichtspunkten zu sehen.. Ueber die Schleuse befindet sich eine Zugbruecke. Daneben ist ein Parkplatz.
[9b] Faehre in „Świbno”. Passagier-und Autofaehre, das ist eine Unterseilfaehre von einem kleinem Schubschiff in Bewegung gesetzt.Saisonweise in Betrieb. Verbindet das Dorf Świbno (linkes Ufer der Wisła) mit dem Dorf Mikoszewo( rechtes Ufer der Wisła).
[10] Strassenbruecke in „Kiezmark”. Gebaut 1973. Seine Laenge -1 km. Sie ersetzt die frueher funktionierende Faehre.
[11] Fachwerkbruecken in „Tczew”. Gebaut in der zweiten Haelfte des XIX Jhs. um Berlin mit West Preussen zu verbinden. Als Beispiel dienten moderne west-europaeische Loesungen. Die beiden Bruecken in ihren Konstruktionen hatten ziemlich grosse Tragfaehigkeit bei dem groesseren Pfeilerabstand.. Die erste – Strassen - und Bahnbruecke 1851 dem Verkehr uebergeben, und die zweite 40 Jahre spaeter. Seit dieser Zeit hat sich jede Bruecke ihrer Rolle angepasst – Strassenbruecke und Bahnbruecke. Die urspruengliche Laenge war 850 m, sie wurde verlaengert um 200 m infolge der Versetzung des rechten Ufers des Flutdeiches nach Osten.
[12] Entwaesserungssystem des „Walichnowska Tals” Około 5 km suedlich vom Ort Subkowy (Kreis - Tczew) am Beruehrungspunkt mit der Wisła befindet sich ein weites Flachland (15 km x 5km) zwischen der Wisła im Osten und Gelaendeerhebung an anderen Seiten. Diese Gebiete waren sehr fruchtbar und schon im Mittelalter hochgeschaetzt. Schon damals wurden Flutdeiche, Meliorationsgraeben gebaut, die fuer den Ackerbau guenstig waren und den Erdboden entwaesserten. Das technische System, das aus drei Pumpwerken,Wehren und Balkensiel besteht, ist zu diesem Zwecke entstanden. Die Meliorationsgraeben bringen Wasser in den „Pelplińskie - Baggersee”, aus dem Wasser ausgepumpt werden kann.

Einige praktische Informationen
Fuer die Erkundung der im Film gezeigten Objekte soll man mehrere Tage widmen. Unser Vorschlag ist- die Ausfluege in Gdańsk, Malbork oder in Elbląg zu beginnen und am besten mit dem Auto. Angenommen, dass der Ausgangspunkt im Dreistaetteverbund beginnt, empfehlen wir :
Ausflug I: Besichtigung der Punkte 1, 2, 3, 4 und 5 – nach der Landkarte im Filmbox und der Erklaerung hier oben - ( Wasserschwellen auf dem Fluss Nogat) – ein gut organisierter Ausflugstag ( insgesamt ca. 180 km, Mittagspause in Malbork)

Ausflug II: Besichtigung der Punkte 6, 7, 8, 9 – ein Tag ( ca. 100 km, Mittagspause in Elbląg)

Ausflug III: Besichtigung der Punkte 9a und 9b , Reise mit der Faehre und Erkundung der Attraktionen – Punkt 8. - geplant fuer einen Tag ( ca. 70 km, Mittagspause auf der „Sobieszewska – Insel”)

Ausflug IV: Tour zum Punkt 12 und die Besichtigung des Punktes 11- ein Tag ( ca. 120 km, Mittagspause in Tczew)

 
 

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